| Wilhelm Schobert
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| Wilhelm Schobert wurde am 11. März 1921 als Sohn des Schlossermeisters Wilhelm Christian Schobert und seiner Frau Barbara (auch Babette genannt) Schobert geb. Bauer in Mitterteich/Oberpfalz geboren und am 14. März 1921 getauft. Die Familie war wohnhaft in Mitterteich, Hausnummer 262 und hatte noch zwei weitere Kinder: Barbara und Johann Schobert. | |||
| Wilhelm erlernte den Beruf seines Vaters und wurde Schlosser. Warum und vor allem auch wann es ihn nach Neustadt in Westpreußen, ca. 1.000 km vom heimatlichen Mitterteich entfernt, zog ist nicht bekannt. War es aus beruflichen Gründen? Neustadt liegt nahe an Danzig und Gdingen mit ihren ausgeprägten Hafenanlagen. Wollte er zur See fahren? Oder gab es Ärger im Elternhaus und er "wollte nur noch weg"? In Neustadt lebte seine spätere Ehefrau Elisabeth Wanda Haase. War er also der Liebe wegen quer durchs Reich gereist? Wenn ja, wo und wann hat er seine Elisabeth kennengelernt oder trafen sich ihre Wege erst in Neustadt? Wusste er bereits von seiner Einberufung zur Kriegsmarine? Aber wieso war er dann schon so frühzeitig in Neustadt, dass er noch ein Kind zeugen konnte, das noch vor seinem Dienstantritt geboren wurde? Fragen über Fragen, die wohl nicht mehr endgültig zu klären sind. |
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| Nachdem am 4. März 1944 die gemeinsame Tochter Renate Maria das Licht der Welt erblickte und am 12. März 1944 getauft wurde schloss er am 9. April 1944 die Ehe mit Elisabeth Wanda Haase vor dem Standesbeamten in Neustadt/Westpreußen. | |||
| Vermutlich handelte es sich bei der Hochzeit um eine Spontan- oder Nothochzeit, da Wilhelm bereits am 14. April 1944 seinen Dienst bei der Kriegsmarine antreten musste. Er war zunächst beim 2. Admiral der Ostsee mit Sitz in Kiel eingesetzt. Diese Funktion hatte zum damaligen Zeitpunkt Konteradmiral Siegfried Sorge inne, es handelt sich jedoch auch um eine militärische Dienststelle, welcher die verschiedenen Schiffsstammeinheiten, Marinelehreinheiten und Marineersatzeinheiten unterstanden. |
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Bereits am 23. April 1944 erfolgte ein Wechsel zur 1. Marinelehrabteilung, die seit April 1943 in Eckernförde beheimatet war und dem 2. Admiral Ostsee unterstand. Kommandeur war zu diesem Zeitpunkt Kapitän zur See Rolf Gumprich. Wilhelm Schobert verblieb in dieser Einheit bis zum 10. August 1944 um anschließend erneut seine Einheit zu wechseln. Ab dem 11. August 1944 gehörte er zur 1. Schiffsmaschinenausbildungsabteilung. Diese Einheit wurde 1941 in Neustrelitz aufgestellt und unterstand der Inspektion des Schiffsmaschinenwesens. Kommandeur war im August 1944 noch Kapitän zur See (Ing.) Fritz Nötzold und ab September 1944 Fregattenkapitän (Ing.) Hans-Rudolf Gern. | ||
| Ab hier verlieren sich detaillierte Angaben zum weiteren Leben des Wilhelm Schobert. Bestätigt ist, dass er zu einem Einsatz beim Heer abkommandiert wurde und in den schweren Schlachten des Winters und Frühjahres 1945 im belgisch-luxemburgisch-deutschen Grenzgebiet in einem irrsinnigen sinnlosen Krieg fiel. Nach den Angaben des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist er bereits am 18. Januar 1945 in Eschdorf/Luxemburg provisorisch bestattet worden. Aber auch hier treten Widersprüche bzw. Fragen auf, denn den Angaben der Wehrmachtsauskunftsstelle zufolge fiel Wilhelm Schobert erst im März 1945. Ein genaues Datum ist nicht mehr nachweisbar. | ![]() |
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Den weiteren Angaben des Volksbundes zufolge soll die Zweitbestattung ohne Datumsangabe auf dem amerikanischen Militärfriedhof Hamm/Luxemburg erfolgt sein. Schließlich erfolgte eine letzte Umbettung auf den deutschen Soldatenfriedhof Sandweiler/Luxemburg. Das Grab mit der Nummer 35 befindet sich in Block D Reihe 2.
Sein letzter Dienstgrad war Matrose II (Maschinenlaufbahn) Eine weitere Merkwürdigkeit ergibt sich aus dem Totenbildchen für den Gefallenen. Hier ist von einem Eintritt in die Kriegsmarine bereits 1939 die Rede, was jedoch aus den Unterlagen der Wehrmachtsauskunftsstelle nicht bestätigt werden konnte. Dafür würde allerdings sprechen, dass er sich schon so lange vor dem von der Wehrmachtsauskunftsstelle genannten Diensteintritt fernab der Heimat aufgehalten hat. |
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| Quellen: | |||
| - Diverse Abschriften aus dem Personenstandsregister | |||
| - Informationen der Deutschen Dienststelle (Wehrmachtsauskunftsstelle) | |||
| - Informationen des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge | |||
| - Informationen aus dem Forum für deutsche Geschichte | |||
| - Informationen aus dem Forum Axis History Factbook | |||
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| Erstellt am 28. Februar 2010 von Thomas Linberg (Enkel von Wilhelm Schobert) Hinweis: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht und dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verfassers verwendet werden! |
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