| 03.02.00
Den heutigen Tag nutzten wir, um die Highgate Ostrich Show Farm zu besuchen. Dort wurde uns von Werner, unserem sehr gut deutsch sprechenden Tourguide, viel über die Strauße erzählt und natürlich auch gezeigt. Zuerst hat er uns unterschiedlichen Federn gezeigt und anschließend konnten wir sehen, was daraus gemacht wird, z. B. Staubwedel, Federboas usw. Auch das Straußenleder wird verarbeitet, z. B. Schuhe, Taschen, Autositze. Eine Couchgarnitur aus Straußenleder kostet in Kapstadt umgerechnet 30.000,- DM. Jeder durfte sich eine Feder zur Erinnerung nehmen. Die nächste Station war die Brutstation. Straußenweibchen legen in ihrem Leben ca. 2.000 Eier. Ein Gelege umfasst max. 16 Eier. Allerdings werden die Eier immer aus dem Nest genommen. Frau Strauß denkt dann, dass sie noch nicht genug Eier gelegt hat und strengt sich deshalb noch mehr an. Wir konnten auch ca. 4 Tage alte Küken sehen, von denen jedoch nicht alle durchkommen werden. Nach dem künstlichen Ausbrüten wedren für die Küken (Straußen-)Pflegeeltern gesucht. Im Anschluss daran konnten Strauße gefüttert werden. Für 1 Rand konnte man eine kleine Tüte Mais kaufen. Danach haben wir ein Nest angesehen, in dem die Eier auf natürliche Weise ausgebrütet werden. Die Eier sind so stabil, dass sich sogar ein Mensch daraufstellen kann. Anschließend wurde uns einiges über die Anatomie dieser Riesenvögel erläutert und dann konnten wir uns ein Straußenrennen ansehen. Die Strauße hatten so bezeichnende Namen wie Michael Schumacher oder Hoffnungslos. Den Ausgang des Rennenskann man sich vorstellen. In einem Shop endete dann die Tour. Hier konnte man allerlei Straußenerzeugnisse und sonstige Souvenirs erwerben. Im Anschluss an die Ostrich-Tour haben wir uns noch einiges über Schildkröten und Sukkulenten erzählen und zeigen lassen. Nachmittags sind wir dann noch zur Cango Wildlife Ranch gefahren. Dort wurde uns einiges über Krokodile bzw. Alligatoren und Raubkatzen (u.a. weiße Tiger) erzählt. Von dieser Führung waren wir jedoch nicht so überzeugt, da alles ziemlich hektisch ablief. Neben den genannten Tieren gab es noch ein Schlangenhaus, Waschbären, Ziegen, Pferde, Wildhunde und Meerkatzen. Bereits im Karoo National Park sind wir auf einen Geländewagen
mit Hamburger Kennzeichen aufmerksam geworden. Dieser hat uns auf dem Weg
nach Oudtshoorn überholt. Wir waren überrascht, als wir den Wagen
in Oudtshoorn nochmal gesehen haben. Zufälligerweise haben die Hamburger
ihr
Quartier auch in Kleinplaas genommen. Auf der Straußenfarm haben
wir den Wagen dann nochmals gesehen. Dort haben wir außerdem die
Bekanntschaft eines gebürtigen Berliners und seiner Frau gemacht,
die jetzt in Stuttgart leben. Sie besuchen hier Bekannte, die jedes Jahr
für jeweils sechs Monate in Kapstadt leben.
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