25.01.00

Wir sind heute morgen um ca. halb sechs mit einem gemieteten Kleinbus losgefahren. Die Fahrt heute ging über Witbank und Nelspruit zum Malelane-Gate im Süden des Krüger-Parks.

In Nelspruit sind wir an einer Military Police Station vorbeigefahren. Da wir einige hundert Meter weiter tanken mussten, bin ich das Stück zurückgelaufen und habe einfach die Military Policemen angesprochen. Ich habe ihnen erklärt, dass ich in Deutschland bei der Militärpolizei war und gerne ein paar Fotos für die Zeitschrift der Feldjäger machen möchte. Die drei haben mich dann in den Duty Room geschickt, wo ich mein Anliegen noch einmal wiederholen durfte. Wie das beim Militär so ist, konnten die beiden Soldaten im Duty Room auch nicht entscheiden, wie mein Anliegen gehandhabt werden sollte. Einer der beiden brachte mich schließlich zwei Etagen höher zu Warrant Officer Khoza. Dieser hatte die Stellung eines Regimental Sergeant Majors, konnte jedoch auch nicht in meinem Sinne entscheiden. Wen er angerufen hat, kann ich nicht sagen, doch endlich kam das ersehnte OK. RSM Khoza suchte ein paar Männer und Frauen (!) zu- sammen, die dann in einem Aufenthaltsraum für mich Modell standen. Auffallend daran war, dass von den ca. acht Soldaten vier Frauen waren. In der Bundeswehr bislang undenkbar. Nachdem die Fotos geschossen waren, gab mir RSM Khoza noch die Adresse der MP Station. Dann verabschiedete ich mich mit dem Versprechen, einige Abzüge der Fotos zu übersenden.

Anschließend ging es durch herrliche Landschaften weiter in Richtung Krüger-Park. Erstaunlich daran war, wie schnell sich die Landschaften abwechselten. Fährt man in diesem Moment durch Berglandschaft, sieht man im nächsten Augenblick Orangen-Plantagen. Im Krüger-Park angekommen, haben wir bereits nach wenigen Kilometern drei Löwen gesehen. Allerdings, wenn an der Stelle nicht schon ein anderes Fahrzeug gestanden hätte, dessen Fahrer uns auf die Löwen aufmerksam machte, wären wir achtlos daran vorbeigefahren. Die drei Löwendamen waren im dichten Gras so gut versteckt, dass es sehr schwer fiel, sie zu sehen. Wir mussten lange warten bis sie sich mal kurz aufrichteten. Im weiteren Verlauf der Fahrt in das Camp Lower Sabie sahen wir noch Impalas in rauhen Mengen, Giraffen, Zebras, Gnus. Im Lager angekommen haben wir uns erst mal eingerichtet. Am frühen Abend sind wir dann nochmals losgefahren. In unmittelbarer Nähe des Camps war ein großes Wasserloch, in dem sich viele Nilpferde vergnügten. Wir konnten beobachten, wie sich einige dieser Schwergewichte an Land begaben, um Futter zu suchen. Darüberhinaus gab es an dieser Stelle noch Affen, Zebras und Wildschweine.


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