Bratpfannenwelse


Taxonomie

Lebensraum

Fortbewegung

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Zucht

Quellen



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Taxonomie

Bratpfannen- und Banjowelse gehören zur Familie Aspredinidae und sind in zwei Unterfamilien (Aspredininae und Bunocephalinae) aufgeteilt. Da sich die Welse optisch jedoch kaum unterscheiden, ist die Taxonomie für Aquarianer eher nebensächlich.

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Lebensraum

Die Welse der Familie Aspredinidae kommen in Südamerika hauptsächlich in Süßwasser (Bunocephalinae) vor, jedoch sind auch Arten der größer werdenden Banjo- bzw. Peitschenwelse (Aspredininae) bekannt, die sich in Brackwasserzonen aufhalten. Ihnen allen ist eine weitestgehend versteckte Lebensweise zu eigen. Am wohlsten fühlen sie sich, wenn eine Laubschicht auf dem Bodengrund vorhanden ist, unter der sie sich verstecken können oder feiner Sandboden, in dem sie sich eingraben.

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Fortbewegung

Eine Besonderheit dieser Welsfamilie ist die Fortbewegungsart. Wenn sie mal nicht mit stoischer Ruhe stundenlang unbeweglich herumliegen, schießen sie torpedoähnlich durch das Wasser, um einen Ortswechsel vorzunehmen. Dies geschieht mit einer Art Düsenantrieb: Das Wasser im Maul wird mit starkem Druck über die Kiemen ausgepresst. Auf diese Weise können die Welse allerdings nur kürzere Strecken zurücklegen.

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Aquarienhaltung

Aufgrund der versteckten Lebensweise und dem nicht besonders ansprechenden Aussehen (nicht umsonst hat Weiss sie mit einer mit dem Nudelholz bearbeiteten Kaulquappe verglichen, Werner Weiss: Wels im Aquarium - Pflege und Zucht, S. 58) muss man schon großer Individualist sein, um an diesen merkwürdigen Gesellen Gefallen zu finden. Wenn sie erst im Aquarium sind, kann es durchaus vorkommen, dass man sie tage- oder sogar wochenlang nicht mehr sieht.

Im März 2001 war ich Individualist genug und habe mir 8 Stück dieser Welse geleistet. Verkauft wurden sie mir als Dysichthys knerii, ich denke aber, dass die Bestimmung und das Auseinanderhalten der einzelnen Arten nicht einfach ist. Seitdem leben sie in einem Becken (21 Liter), das außer feinem Sandboden und einigen Wurzelstücken nicht weiter eingerichtet ist. Die Wassertemperatur beträgt ca. 25 ° C, gefiltert wird über einen am Beckenrand hängenden Filter (AquaClear). Zusätzlich wird das Becken über eine Membranpumpe durchlüftet.

Kurze Zeit später habe ich nochmals 3 Dysichthys coracoideus erworben. Diese drei sind von Anfang an in mein 250 l - Gesellschaftsbecken eingezogen. Dort leben sie zusammen mit Ancistrus, Otocinclus und anderen. Nach einigen Wochen ist einer von ihnen gestorben.

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Zucht

Über die Zucht der Bratpfannenwelse liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor. In den USA soll die Zucht dieser Welse bereits geglückt sein, ob dies jedoch gezielt erfolgte oder ob es sich um Zufallszuchten handelte, ist mir nicht bekannt. Das Ablaichen der ca. 4000 - 5000 Eier erfolgte in flachen Sandgruben. Die Aufzucht erforderte eine spezielle Art von Rädertierchen. Ein abweichende Laichverhalten zeigen Arten der Asprenidinae. Dem Weibchen wachsen tentakelartige Anhänge aus dem Hinterleib, an denen die Eier herumgetragen werden.

Schon öfters ist mir aufgefallen, dass einige der Welse zeitweise einen deutlich dickeren Bauch haben. Ich vermute daher, dass es sich um Laichansatz handelt. Das Ablaichen konnte ich aber bislang noch nicht beobachten.

Sollte jemand eine zündende Idee oder sogar eigene Zuchterfahrungen haben, so wäre ich über eine Mitteilung sehr dankbar.

Die Messung der Gesamthärte ergab einen Wert von über 25 dGH. Ich denke mir, dass das Berliner Wasser mit seinen hohen Härtegraden zumindest ein Kriterium für das bislang ausbleibende Ablaichen ist. Ich habe daher am 15.02.02 damit angefangen, wie schon bei der Zucht von Otocinclus, die Wasserhärte schrittweise mit destilliertem Wasser zu senken. Von den täglich 5 Litern, die gewechselt werden, sind 4 Liter normal aufbereitetes Leitungswasser und 1 Liter destilliertes Wasser.

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Quellen

Werner Weiss: Welse im Aquarium - Pflege und Zucht
  Stuttgart; Franckh 1979

Hans J. Mayland: Welse aus aller Welt
  Minden; Albrecht Philler Verlag 1987

Hans J. Mayland: Bewährte und begehrte Welse aus allen Erdteilen
  Hannover; Landbuch-Verlag GmbH 1991

David Sands: Südamerikanische Welse
  Melle; Tetra-Verlag 1988 (Dt. Ausgabe)

Jeanette Plehn-Mahler: Zufallszucht einer Dysichthys-Art
  in: DATZ 8/1997 und DATZ 10/1998

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